Unscharfe Glasschale mit Erdbeeren auf dunklem Grund

VIBEFISH Creator Report 10/2026 · Food & Genuss

Weniger Bowl. Mehr Schnitzel.

Was gerade gekocht wird, was durch ist und warum Marken bei Food-Creatorn so gut aufgehoben sind.

Gemessen an 100 Food-Accounts und 1.405 Beiträgen. Ohne Fachchinesisch.

Wiener Schnitzel mit Kartoffelsalat in einem Wiener Restaurant, eine Hand schneidet das Fleisch
+17 %
für Heimatküche
Alle Ausgaben ca. 9 Minuten Gemessen am 21. Oktober 2026
Aperitif

Das Wichtigste in einer Minute.

+17 %

Heimatküche ist der Trend des Herbstes. Fast jeder zweite Food-Account postet sie, und sie läuft besser als üblich.

−26 %

Clean Eating kühlt ab. Bowls, Smoothies und Granola bekommen ein Viertel weniger Reaktion.

55 / 100

Kürbis ist Pflicht, aber kein Hingucker. Mehr als die Hälfte der Accounts zeigt ihn, er läuft genau normal.

87 %

Food ist ein Wohlfühl-Umfeld. Fast alle Beiträge sind positiv, Streit gibt es kaum.

88 %

Werbung stört hier wenig. Ein gesponserter Beitrag bekommt fast so viel Reaktion wie ein normaler.

16 / 20

Die stärksten Stimmen sind klein. 16 der 20 stärksten Accounts haben weniger als 150.000 Follower.

Vorspeise

Zwei Zahlen, mehr braucht es nicht.

Dieser Report kommt mit zwei Kennzahlen aus. Wer diese zwei versteht, versteht den ganzen Report.

Reaktion

Wie viele von 100 Followern auf einen normalenBeitrag mit einem Like oder einem Kommentar reagieren.

Beispiel
Im Food-Durchschnitt sind es 0,47 von 100. Also reagiert etwa jeder 200. Follower auf einen ganz normalen Beitrag. Das klingt wenig, ist aber typisch für Instagram und TikTok.

Wirkung

Wie viel besser oder schlechter ein Beitrag zu einem Thema läuft als ein normaler Beitrag desselben Creators.

Beispiel
+17 % bei Heimatküche heißt: So ein Beitrag bekommt 17 Prozent mehr Likes und Kommentare als sonst. Weil jeder Creator nur mit sich selbst verglichen wird, ist seine Größe egal.
Selten, aber gefragtÜberall und gefragtSelten und müdeÜberall, aber müdeWie viele der 100 Accounts zeigen es? →Läuft besser als sonst →HeimatkücheZucchiniPorridgeCroissantSteakSchnitzelPistazieMatchaKürbisPastaHigh ProteinKaffeeBurgerBowlsSmoothieSauerteig
04 · Beilage

Die Trend-Karte.

Je weiter rechts ein Thema steht, desto mehr Accounts zeigen es. Je weiter oben, desto besser läuft es.

  • Oben rechts:Viele machen es, und es wirkt. Hier steht vor allem die Heimatküche.
  • Oben links:Noch selten, aber gefragt. Croissants, Pistazie, Matcha.
  • Unten rechts:Alle machen es, die Luft ist raus. Kaffee und Burger.
  • Unten links:Selten und müde. Sauerteig, Bowls, Smoothies.
Gedeckter Herbsttisch von oben mit Süßkartoffeln, Püree, Gemüse und Herbstlaub
05 · Spezialität des Hauses

Die Rückkehr der Heimatküche.

48 von 100 Food-Accounts zeigen in diesem Herbst Gerichte, die nach Zuhause schmecken. Und diese Beiträge laufen 17 Prozent besserals ein normaler Beitrag desselben Creators. Kein anderer Trend ist so weit verbreitet und läuft gleichzeitig so deutlich besser.

PalatschinkenBackhendlsalatKnödelSchnitzelWiener ReisfleischKalbsbratenKartoffelsalatFaschierte LaiberlPowidltascherlKäsespätzle

Auf der anderen Seite stehen die Hochglanz-Themen. Bowls bekommen 26 Prozent weniger Reaktion als sonst, Smoothies und Granola 27 Prozent weniger, Sauerteig 30 Prozent weniger.

Und das Pflichtprogramm? Kürbis zeigen 55 von 100 Accounts, Kaffee jeder zweite. Kürbis läuft genau normal, Kaffee sogar 11 Prozent schlechter. Was alle zeigen, fällt nicht mehr auf.

Unsere Lesart

Gerade gewinnt Essen, das ehrlich, satt und vertraut ist. Wer jetzt kocht oder wirbt, fährt mit Omas Rezept besser als mit der nächsten Bowl.

Was Marken daraus machen können
  1. 1Basics statt Hochglanz. Unter den meistgenannten Zutaten der Creator sind Butter, Salz und Mehl. Genau diese Basics braucht Heimatküche.
  2. 2Rezept statt Produktfoto. 56 von 103 Heimatküche-Beiträgen sind Rezepte. Ein Produkt, das im Rezept vorkommt, wird mitgekocht und nicht weggeklickt.
  3. 3Regional denken. Die Klassiker stammen aus Österreich, der Schweiz und Deutschland. Marken mit regionaler Geschichte passen hier besonders gut.
Zwischengang

Der Einkaufszettel.

Hand trägt einen roten Einkaufskorb mit Karotten, Sellerie und Radieschen
FOOD-HERBST 2026
Einkaufszettel aus 72 Creator-Accounts
  • Olivenöl15×
  • Parmesan11×
  • Butter9×
  • Salz9×
  • Ahornsirup8×
  • Knoblauch7×
  • Sojasauce7×
  • Kokosmilch7×
  • Frischkäse7×
  • Haferflocken6×
  • Honig6×
  • Mehl5×
Beiträge mit Einkaufsliste7 von 10
× = bei so vielen Creatorn kommt die Zutat vor
7 von 10

Beiträgen von Food-Creatorn zeigen Produkte oder Zutaten, die man kaufen kann. Fast jeder zweite Beitrag ist ein Rezept, also eine Einkaufsliste mit Anleitung. Jeder vierte nennt eine Marke beim Namen.

Was heißt das?
Kochen heißt einkaufen. Das Produkt ist hier ganz selbstverständlich Teil des Inhalts. Eine Marke muss sich nicht hineindrängen, sie liegt schon auf der Arbeitsplatte.

Wo eine Marke im Beitrag am besten sitzt.

In der Zutatenliste
22 %

der Rezepte nennen eine Marke beim Namen. Dort wirkt sie wie ein Tipp unter Freunden: nimm genau das.

Im gesprochenen Text
41 von 90

Beiträgen, in denen im Video eine Marke fällt, erwähnen sie in der Caption gar nicht. Wer nur Texte prüft, übersieht fast jede zweite Nennung.

Als ehrliche Empfehlung
100 %

organisch: Thermomix (7 Nennungen) und Nutella (4 Nennungen) wurden in unserer Stichprobe nur ohne Werbesignal erwähnt.

07 · Für Marken

Warum Marken mitkochen sollten.

Sechs Gründe, jeder mit einer Zahl belegt und in einem Satz erklärt.

Smartphone in einem Ringlicht filmt eine Person beim Kochen
  1. 7 von 10Grund 1

    Das Produkt ist schon im Bild.

    Bei Food muss Werbung nichts erfinden. Wer kocht, zeigt automatisch, was er gekauft hat.

    70 % der Creator-Beiträge nennen Produkte oder Zutaten, 25 % eine Marke. Basis: 1.018 Beiträge.

  2. 88 %Grund 2

    Werbung stört kaum.

    Von 100 Reaktionen, die ein Food-Creator sonst bekommt, bleiben bei einem gesponserten Beitrag 88 übrig.

    Gesponserte Beiträge gegen den Normalwert desselben Creators. Basis: 182 gesponserte Beiträge.

  3. 87 %Grund 3

    Die Stimmung ist gut.

    Eure Marke landet fast nie neben Ärger, Streit oder schlechter Laune.

    87 % der Creator-Beiträge sind positiv, 1 % negativ. KI-Einschätzung je Beitrag.

  4. Top 4Grund 4

    Eines der sichersten Umfelder.

    Food und Getränke liegen bei der Markensicherheit auf Platz 3 und 4 von 25 Nischen. Mode und Beauty liegen darunter, Comedy ganz hinten.

    Brand-Safety-Score im Schnitt: Food & Beverage 94,0, Food 93,6, Mode 90,0, Beauty 87,7, Comedy 83,2 von 100. Basis: 25 Nischen im VIBEFISH-Bestand.

  5. +18 %Grund 5

    Mehr Reaktion als in Mode.

    Auf einen normalen Food-Beitrag reagieren rund ein Fünftel mehr Menschen als auf einen Mode- oder Beauty-Beitrag.

    Typische Reaktion 0,43 gegen 0,36 je 100 Follower, gleich gerechnet wie im Report 09/2026.

  6. 8×Grund 6

    Kleine Creator bewegen mehr.

    Bei kleinen Food-Creatorn reagieren knapp 2 von 100 Followern. Bei Millionen-Accounts ist es etwa einer von 400.

    Creator unter 10.000 Followern: 1,89 je 100. Über 1 Million: 0,23 je 100.

So klingt es unter den Beiträgen. Etwa jeder zehnte Top-Kommentar ist eine Rezeptfrage, ein Nachkoch-Versprechen oder eine Einladung an Freunde.
„Rezept bitte :)“„Werd ich nachkochen“„Gibts das Rezept irgendwo schriftlich?“„Ist das Rezept für 2 Personen?“
Was wir daraus ableiten

Food ist kein Risiko, sondern ein Wohlfühl-Umfeld.

Gute Stimmung, hohe Markensicherheit und ein kleiner Abschlag für Werbung. Diese Kombination macht Food für Marken besonders attraktiv.

Der größte Hebel ist die Auswahl.

Kleine Creator, die mit ihrem Publikum sprechen, in Themen, die gerade heiß sind, schlagen große Accounts in vollen Themen.

Der Normalwert zählt, nicht der Spitzenwert.

Gewinnspiele, versteckte Likes und virale Ausreißer verzerren das Bild. Wer bucht, sollte den echten Normalwert kennen.

Die Köche

Die Köpfe des Herbstes.

Die 20 Accounts, auf deren normalen Beitrag am meisten Follower reagieren. Die Zahl rechts heißt: So viele von 100 Followern reagieren. Nicht die Followerzahl entscheidet, nicht der eine virale Hit, und Gewinnspiele zählen nicht.

5 · 5 · 5

Je fünf der 20 kommen aus Backen, Restaurant-Tipps und veganer Küche.

93 %

ihrer Videos haben eine sprechende Stimme. Im Schnitt aller Food-Creator sind es 82 Prozent.

6 von 20

haben weniger als 10.000 Follower. Der Median der Top 20 liegt bei 63.000.

15 %

Werbeanteil, leicht mehr als der Schnitt von 13 Prozent. Werbung hält niemanden aus der Liste.

  1. 1Profilbild @woessichheute
    TikTok@woessichheute
    Restaurant-Tipps · 10,6K Follower
    19,8
    von 100
  2. 2Profilbild @we_are_unicake
    TikTok@we_are_unicake
    Backen & Café · 137K Follower
    16,1
    von 100
  3. 3Profilbild @fina.bnu
    TikTok@fina.bnu
    Fitness-Food · 46,6K Follower
    4,9
    von 100
  4. 4Profilbild @littleswissbakery
    Instagram@littleswissbakery
    Backen · 2,5K Follower
    4,3
    von 100
  5. 5Profilbild @veganistungesund
    Instagram@veganistungesund
    Vegan · 114K Follower
    3,4
    von 100
  6. 6Profilbild @betelsfoodfeast
    TikTok@betelsfoodfeast
    Street-Food · 305K Follower
    3,2
    von 100
  7. 7Profilbild @felicitasthen
    TikTok@felicitasthen
    Asiatische Küche · 2,8K Follower
    2,9
    von 100
  8. 8Profilbild @dukannstdas_ella
    TikTok@dukannstdas_ella
    Vegan & Alltag · 83,7K Follower
    2,9
    von 100
  9. 9Profilbild @mosakeneats
    Instagram@mosakeneats
    Restaurants · 72,4K Follower
    2,5
    von 100
  10. 10Profilbild @fabiundphil
    TikTok@fabiundphil
    Kochen & Dessert · 1,1M Follower
    2,4
    von 100
  11. 11Profilbild @glutenfreie_schwestern
    Instagram@glutenfreie_schwestern
    Glutenfrei · 53,3K Follower
    2,3
    von 100
  12. 12Profilbild @stefaniegoldmarie
    Instagram@stefaniegoldmarie
    Vegan & Frühstück · 90,1K Follower
    2,2
    von 100
  13. 13Profilbild @baeckergoertz
    TikTok@baeckergoertz
    Bäckerei · 3,2K Follower
    2,2
    von 100
  14. 14Profilbild @testingtheworld
    Instagram@testingtheworld
    Restaurants & Reise · 6,4K Follower
    2,1
    von 100
  15. 15Profilbild @lalasophiebackt.ch
    Instagram@lalasophiebackt.ch
    Backen · 8,0K Follower
    1,9
    von 100
  16. 16Profilbild @munchwithmy
    Instagram@munchwithmy
    Restaurants · 9,4K Follower
    1,8
    von 100
  17. 17Profilbild @anini_panini__
    Instagram@anini_panini__
    Italienisch · 23,0K Follower
    1,5
    von 100
  18. 18Profilbild @renasdelights
    Instagram@renasdelights
    Backen & Dessert · 128K Follower
    1,5
    von 100
  19. 19Profilbild @philippsteuer
    Instagram@philippsteuer
    Vegan · 331K Follower
    1,4
    von 100
  20. 20Profilbild @vegan.weilesguttut
    TikTok@vegan.weilesguttut
    Vegan & Backen · 177K Follower
    1,4
    von 100
Profilbild @littleswissbakery
Die Entdeckung
@littleswissbakery
Instagram · 2.482 Follower · Backen

Bei diesem kleinen Schweizer Back-Account reagieren 4,3 von 100 Followernauf einen normalen Beitrag. Das ist neunmal so viel wie im Food-Durchschnitt.

Nah
Viele Beiträge beginnen mit „Hallo zusammen“.
Saison
Rhabarber, Äpfel, Mohn: was gerade da ist.
Praktisch
Alte Guetzli werden zu gefüllten Bratäpfeln.
Dessert

So nutzt ihr das.

Für Marken
  1. 1Setzt auf Heimatküche, nicht auf die nächste Bowl.
  2. 2Bucht lieber mehrere kleine Food-Creator als einen großen.
  3. 3Lasst euer Produkt Teil des Rezepts sein. Es muss nicht die Hauptrolle spielen.
Für Agenturen
  1. 1Fragt nach der normalen Reaktion der letzten 15 Beiträge, ohne Gewinnspiele.
  2. 2Schaut, ob ein Creator bei den heißen Themen dabei ist: Heimatküche, Croissant, Pistazie, Porridge.
  3. 3Plant Werbung ein, sie kostet bei Food im Schnitt nur 12 Prozent Reaktion.
Für Creator
  1. 1Koch, was nach Zuhause schmeckt. Schnitzel schlägt Smoothie.
  2. 2Zeig Kürbis gern, aber erwarte keinen Schub. Das machen gerade alle.
  3. 3Klein ist kein Nachteil. Sechs der 20 stärksten Accounts haben unter 10.000 Follower.
Freunde teilen ein Abendessen bei Kerzenlicht mit Pasta, Salat und Getränken
Food ist ein freundliches Umfeld: 87 Prozent der Beiträge sind positiv, nur 1 Prozent negativ.
10 · Zum Mitnehmen

So helfen wir.

Dieser Report ist kein Blick in die Glaskugel. Hinter jeder Zahl stecken Beiträge, die wir einzeln gelesen, angehört und ausgewertet haben. Genau das machen wir auch für eure Marke, eure Kampagne oder eure Creator-Liste.

Dabei messen wir nicht nur, was jeder sehen kann. Wir hören in die Videos hinein, rechnen Gewinnspiele und versteckte Likes heraus und vergleichen jeden Creator mit sich selbst. So entsteht ein Bild, das bei der Auswahl wirklich hilft.

  1. 01Den echten Normalwert

    Wie viele Follower reagieren auf einen normalen Beitrag, ohne Gewinnspiele und ohne versteckte Likes?

    Im Report: Gewinnspiele blähen die Reaktion um das 2,5-Fache auf. 17 von 100 Accounts blenden Likes aus.

  2. 02Den Trend-Fit

    Bespielt ein Creator die Themen, die gerade ziehen, oder die, bei denen die Luft raus ist?

    Im Report: Heimatküche läuft 17 Prozent besser als üblich, Bowls 26 Prozent schlechter.

  3. 03Was gesagt wird

    Welche Marken fallen im Video, auch wenn sie nicht im Text stehen?

    Im Report: In 41 von 90 Beiträgen mit gesprochener Marke steht sie nicht in der Caption.

  4. 04Die Werbe-Sättigung

    Wie stark ist ein Thema oder ein Creator schon von Kooperationen besetzt?

    Im Report: Themen mit 35 Prozent oder mehr Werbung laufen 11 Prozent schlechter.

  5. 05Stimmung und Sicherheit

    Wie ist der Ton in jedem einzelnen Beitrag, und wie sicher ist das Umfeld für eure Marke?

    Im Report: 87 Prozent der Food-Beiträge sind positiv, Food liegt bei der Markensicherheit in den Top 4.

  6. 06Die Sprache

    Spricht ein Creator wirklich euer Publikum an, oder steht nur DACH im Profil?

    Im Report: 80 von 228 Food-Accounts mit DACH-Kennung in unserem Bestand waren nicht deutschsprachig.

Digestif

Für alle, die es genau wissen wollen.

Wen haben wir gemessen?+

100 deutschsprachige Food-Accounts als Querschnitt: 72 Creator aus acht Themenfeldern, 26 Markenaccounts aus vier Markenwelten und zwei Dienstleister. Alle wurden am 21. Oktober 2026 neu gemessen, in der Regel mit ihren letzten 12 bis 15 öffentlichen Beiträgen, zusammen 1.405. Von 228 frisch gemessenen Food-Accounts waren 144 geeignet. 80 waren nicht deutschsprachig, obwohl sie in unserem Bestand als DACH geführt waren, 4 hatten zu wenige Beiträge. Je Themenfeld wurde reihum gezogen, gemischt nach Plattform und Größe. Die Reaktion spielte bei der Auswahl keine Rolle.

Wie finden wir Trends?+

Wir suchen in Bildtext, verschriftlichtem Ton, genannten Produkten und Themen nach konkreten Gerichten und Zutaten. Für jeden Trend vergleichen wir dann jeden Beitrag mit dem normalen Beitrag seines eigenen Accounts. Ein Trend wird erst ab 6 Accounts und 10 messbaren Beiträgen eingestuft. Heiß heißt mindestens 8 Prozent besser, kühlt ab heißt mindestens 10 Prozent schlechter.

Was rechnen wir heraus?+

Gewinnspiele, weil dort Kommentare an die Teilnahme gekoppelt sind. Sie bekommen im Schnitt 2,5-mal so viel Reaktion. Und Beiträge mit ausgeblendeten Likes: Instagram liefert dann den Platzhalter 3 statt der echten Zahl. Das betraf 17 Accounts, 7 davon hatten danach zu wenige messbare Beiträge.

Was sagen die Zahlen nicht?+

Wir messen öffentliche Reaktion, keine Verkäufe. Trends beruhen teils auf kleinen Fallzahlen (9 bis 55 Accounts) und sind als Signal zu lesen, nicht als Beweis. Die Tonalität und das Werbesignal sind KI-Einschätzungen. Die Fotos auf dieser Seite sind Stockfotos von Pexels und illustrieren die Themen, sie zeigen keine gemessenen Creator.

Was sind die Food-Trends im Herbst 2026?+

Am besten laufen Croissants (+26 Prozent), Porridge und Hafer (+24 Prozent), Steak und Schnitzel (je +20 Prozent) und Heimatküche (+17 Prozent). Heimatküche ist dabei der größte Trend: 48 von 100 Food-Accounts zeigen sie. Abkühlen tun Sauerteig, Smoothies, Granola und Bowls mit minus 26 bis minus 30 Prozent.

Was bedeutet +17 Prozent?+

Ein Beitrag zu diesem Thema bekommt 17 Prozent mehr Likes und Kommentare als ein normaler Beitrag desselben Creators. Wir vergleichen jeden Creator nur mit sich selbst, deshalb spielt seine Größe keine Rolle.

Warum sind Food-Creator gut für Marken?+

Weil Produkte in Food-Beiträgen ohnehin vorkommen (in 7 von 10 Beiträgen), weil Werbung wenig Aufmerksamkeit kostet (ein gesponserter Beitrag bekommt 88 Prozent der üblichen Reaktion), weil die Stimmung fast immer positiv ist (87 Prozent) und weil Food zu den sichersten Umfeldern für Marken gehört (Platz 3 und 4 von 25 Nischen).

Sind große oder kleine Food-Creator besser?+

Gemessen an der Reaktion die kleinen: Unter 10.000 Followern reagieren knapp 2 von 100 Followern auf einen normalen Beitrag, bei Accounts mit über einer Million etwa einer von 400. 16 der 20 stärksten Food-Accounts haben weniger als 150.000 Follower.

Welche Daten stecken im Report?+

100 deutschsprachige Food-Accounts als Querschnitt über 13 Typen (Creator, Marken, Dienstleister), alle am 21. Oktober 2026 neu gemessen, mit 1.405 öffentlichen Beiträgen. Die Tonspur von 1.089 Beiträgen wurde verschriftlicht, rund 131.000 Wörter.

Die vollständige Methodik mit allen Regeln steht auf der Methodik-Seite.

Ausgabe als PDF

Das gestaltete Heft, 30 Seiten.

Die komplette Ausgabe 10/2026zum Weiterleiten, Ausdrucken und Zitieren. Du bekommst außerdem jede neue Ausgabe zuerst.

Wir nutzen deine Adresse für den Report-Versand und melden uns, wenn eine neue Ausgabe erscheint. Abmeldung jederzeit. Datenschutz

Zitieren

Frei lesbar. Frei zitierbar.

Alle Zahlen dieser Ausgabe dürfen mit Quellenangabe übernommen werden.

Nächste Ausgabe · November 2026

Als Nächstes: Fitness & Gesundheit.

Training, Ernährung, Supplements und der schmale Grat zwischen Motivation und Heilversprechen.

Alle Ausgaben